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20:59 / Dienstag, 09. Dezember 2025 / B XH

Ausländische Investitionen im Kosovo nehmen zu, Arbeitskräftemangel stellt eine Herausforderung dar

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten nur die ersten neun Monate dieses Jahres einen direkten Anstieg der ausländischen Investitionen um mehr als 100 Millionen Euro.

Für Investoren aus vielen europäischen Ländern, insbesondere aus Deutschland, bleibt Kosovo aufgrund seiner jungen Bevölkerung und seines Arbeitskräftepotenzials ein attraktiver Investitionsstandort.

 „Als ich 2007 zum ersten Mal hier war, fiel mir auf, dass es im Kosovo viele junge Menschen gibt, im Gegensatz zu Europa. Ich sehe im Kosovo großes Potenzial. Viele dieser jungen Leute sprechen zwei oder drei Sprachen. Ich war erstaunt, dass viele von ihnen Deutsch, Englisch und andere Sprachen beherrschen. Das fand ich interessant und bot an, hierherzukommen und Schulungen anzubieten. Wir haben bereits einige Mitarbeiter zu Schulungen nach Deutschland geschickt. Wir exportieren viel, unter anderem nach Deutschland, Dänemark und in den Irak“, sagte Hans Joachim Hemstedt, Mitinhaber des Unternehmens.

Die Kosovo-Investitions- und Unternehmensförderungsagentur „KIESA“ teilte RTK mit, dass die ausländischen Direktinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr um über 20 % gestiegen seien.

Von Januar bis September des vergangenen Jahres betrug der Wert der ausländischen Investitionen 605.7 Millionen Euro, während er im gleichen Zeitraum dieses Jahres 730.2 Millionen Euro erreichte.

„Die diesjährige Entwicklung spiegelt die Stärke des lokalen Marktes und das gestiegene Vertrauen der Investoren wider und lässt auf ein erfolgreiches Jahr für die wirtschaftliche Entwicklung des Kosovo schließen“, so KIESA.

Laut KIESES bietet das Industrieministerium potenziellen Investoren über sie eine breite Palette an Dienstleistungen und Informationen an.

„Zu den wichtigsten Aktivitäten von KIESA, um das Investitionsklima attraktiver zu gestalten, gehören: die Bereitstellung von Dienstleistungen für Investoren über den One-Stop-Shop-Mechanismus, die Organisation von Wirtschaftsforen, Konferenzen und B2B-Treffen sowie die Förderung von Technologie- und Industrieparks.“

Die Handelskammer hebt jedoch den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hervor, der für die im Land tätigen Unternehmen weiterhin eine Herausforderung darstellt.

„Es gibt eine breite Palette von Menschen, die wir in den Arbeitsmarkt integrieren können, aber wenn der Staat diese Schulungen nicht finanzieren kann, sollte er zumindest die Unternehmen schützen, die diese Schulungen anbieten können“, so Kushtrim Ahmeti von der Handelskammer.

 Japan bleibt eines der Länder, mit denen Kosovo die zwischenstaatliche wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit stärken will.