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22:50 / Sonntag, 18. Januar 2026 / FR

Costa fordert ein dringendes EU-Treffen zur Grönlandfrage

EU-Ratspräsident Antonio Costa plant, aufgrund der Spannungen um Grönland am Donnerstag, den 22. Januar, einen außerordentlichen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs einzuberufen, wie ein hochrangiger europäischer Beamter erfahren hat.

Die Quelle gab an, dass der Termin für den Gipfel noch nicht endgültig feststehe, er aber definitiv bis Ende nächster Woche stattfinden werde. Costa veröffentlichte heute Abend eine Erklärung, in der er mitteilte, er habe sich bezüglich der Lage um Grönland mit den Mitgliedstaaten beraten.

Der Präsident des Europäischen Rates erklärt, dass diese Konsultationen zeigen, dass die EU in der Achtung der Grundsätze des Völkerrechts, der territorialen Integrität und der nationalen Souveränität geeint ist, dass sie in ihrer Unterstützung geeint ist und dass sie an der Seite Dänemarks und Grönlands steht.

„Die EU ist bereit, sich gegen jede Art von Zwang zu verteidigen.“

Darüber hinaus heißt es, das gemeinsame transatlantische Interesse bestehe darin, Frieden und Sicherheit in der Arktis durch die Zusammenarbeit im Rahmen der NATO zu gewährleisten. Costa hebt außerdem die übereinstimmende Einschätzung hervor, dass die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle die transatlantischen Beziehungen schädigen und mit dem EU-US-Handelsabkommen unvereinbar seien, und dass die EU bereit sei, sich gegen jeglichen Zwang zu verteidigen.

Die Botschafter der Mitgliedstaaten hielten heute Nachmittag eine außerordentliche Sitzung ab, um die jüngsten Entwicklungen in Bezug auf Grönland und die US-Intervention auf dieser arktischen Insel, die zum Königreich Dänemark gehört, sowie die Ankündigung zusätzlicher Zölle gegen acht Länder zu erörtern, die ihre Soldaten zu einer Militärübung in Grönland entsandt hatten.