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16:46 Uhr / Dienstag, 13. Januar 2026 / KV

Democracy in Action fordert die Neuauszählung der Stimmen für die Kandidaten in allen Wahllokalen.

Die lokale Wahlbeobachtungsmission Democracy in Action (DnV) kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse der Zentralen Wahlkommission (CEC) bei der Überprüfung von 2 % der Wahllokale hinsichtlich der Kandidatenstimmen belegen, dass der Auszählungsprozess gravierende Mängel aufwies, die die Glaubwürdigkeit und Integrität des Wahlergebnisses untergraben.

Obwohl das Ergebnis für die politischen Parteien außer Frage steht, ist die Genauigkeit der Auszählung der Präferenzstimmen für die Kandidaten ein wesentliches Element des Wählerwillens und ein integraler Bestandteil des Wahlergebnisses.

Die Bestätigung erheblicher Unterschiede bei den in den kommunalen Auszählungszentren gezählten Stimmen der Kandidaten, basierend auf lediglich 2 % der Stichprobe der Wahllokale, ist ein Indiz für ernsthafte strukturelle Probleme und schließt die Möglichkeit aus, dass diese Diskrepanzen auf vereinzelte menschliche Fehler zurückzuführen sind.

Trotz der heutigen Entscheidung der Zentralen Wahlkommission, 10 % aller Wahllokale landesweit und 100 % der Wahllokale in zehn Gemeinden mit erheblichen Ergebnisabweichungen (Prizren, Ferizaj, Skenderaj, Shtime, Vushtrri, Dragash, Mamushë, Kaçanik, Leposaviq und Ranillug) neu auszuzählen – was insgesamt fast 36 % aller Wahllokale im Kosovo ausmacht –, hält DnV diese Maßnahme für unzureichend. Die Neuauszählung von nur einem Drittel der Wahllokale könnte neue Beschwerden und Anträge auf Neuauszählung weiterer Wahllokale nach sich ziehen und den Prozess dadurch weiter verzögern.

DnV empfiehlt daher eine vollständige Neuauszählung der Stimmen aller Kandidaten im ganzen Land, um die Glaubwürdigkeit des Prozesses und das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Wahlergebnis zu gewährleisten. Wir fordern die Justizbehörden außerdem auf, Ermittlungen in allen Fällen einzuleiten, in denen der Verdacht auf Missbrauch des Auszählungsprozesses besteht.

Democracy in Action betont erneut, dass das Hauptziel nicht darin bestehen sollte, die Bekanntgabe der Ergebnisse zu beschleunigen, sondern sicherzustellen, dass die Stimme jedes Bürgers korrekt gezählt wird und sich angemessen in der Zusammensetzung künftiger Institutionen widerspiegelt.