Der VAR wird bei der Weltmeisterschaft 2026 über zwei weitere Entscheidungen entscheiden.
Die FIFA soll bei der Weltmeisterschaft 2026 eine Sondergenehmigung erhalten, um die Befugnisse des Video-Schiedsrichters (VAR) auszuweiten, einschließlich Eingriffen bei Eckballentscheidungen und Überprüfungen der zweiten Gelben Karte.
Die Änderungen werden zunächst versuchsweise speziell für dieses Turnier eingeführt, was bedeutet, dass sie nicht unbedingt sofort in Ligen wie der Premier League Einzug halten werden.
FIFA-Offizielle argumentieren, dass angesichts der hohen Bedeutung des Turniers maximale Genauigkeit in potenziell entscheidenden Momenten unerlässlich sei, beispielsweise um einen verfehlten Eckball zu verhindern, der den Ausgang des Finales beeinflussen könnte.
Ähnliche Ausnahmen wurden bereits zuvor gewährt, darunter VAR-Tests beim Konföderationen-Pokal 2017.
Der FIFA Arabische Pokal testet derweil eine Regel, nach der verletzte Spieler das Spielfeld für zwei Minuten verlassen müssen, es sei denn, sie werden von einem Gegner gefoult, der eine Gelbe Karte erhalten hat. Die Regel zielt auf Zeitspieltaktiken ab.
Das IFAB wird im Januar über die Überprüfung von Fällen mit zweiter Gelber Karte diskutieren; es wird mit breiter Unterstützung gerechnet.
Allerdings stoßen Eingriffe bei Eckbällen auf Widerstand, insbesondere seitens der UEFA, da Bedenken hinsichtlich zunehmender Verzögerungen bestehen.
Alle genehmigten Änderungen treten am 1. Juni 2026 in Kraft, also vor Beginn des Turniers in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada.

