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08:10 / Sonntag, 18. Januar 2026 / B XH

Schwedischer Botschafter fordert rasche Regierungsbildung: Abkommen mit Serbien müssen umgesetzt werden

Der schwedische Botschafter im Kosovo, Jonas Westerlund, sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Ekonomia Online, dass die Institutionen des Kosovo so schnell wie möglich gebildet werden müssten, um viele Aufgaben zu erledigen, die aufgrund ihrer Abwesenheit nicht erledigt werden konnten.

Er sagte, es sei wichtig, eine stabile Regierung zu bilden, egal ob es sich um eine Einzelregierung oder eine Koalitionsregierung handle.

„Wenn wir über die parlamentarische Lage sprechen, lässt sich argumentieren, dass die Dynamik längst verloren gegangen ist. Doch konzentrieren wir uns auf das Jahr 2026. Die Wahlen sind vorbei, wir werden bald eine neue Regierung haben, und es gibt viele Probleme zu lösen, insbesondere in Bezug auf Arbeitsplätze, Renten und Sozialleistungen. Aus diesen Gründen glaube ich, dass 2026 ein gutes Jahr wird“, erklärte Westerlund.

Der schwedische Botschafter erwähnt zwar die Genehmigung des Haushalts und der Kredite der Weltbank, betont aber gleichzeitig, dass der Dialog zwischen Kosovo und Serbien vorangetrieben werden müsse.

„Natürlich habe ich keine Meinung dazu, welche Regierung oder welches politische Gebilde gewinnen wird. Eine stabile Regierung ist immer gut, egal ob Koalitions- oder Alleinregierung. Der Haushalt muss verabschiedet werden, eine Reihe von Weltbankkrediten muss bewilligt werden. Wir müssen den Dialog zur Normalisierung der Beziehungen mit Serbien voranbringen“, betonte er.

Der Botschafter betont, dass die getroffenen Vereinbarungen, das Brüsseler Abkommen und der Ohrid-Anhang, umgesetzt werden müssen.

„Ich denke, die Zukunft des Kosovo ist sehr vielversprechend, sowohl im Hinblick auf Beschäftigung und Unternehmensentwicklung als auch auf den Normalisierungsdialog. Dieser Dialog läuft bereits seit 2011. Wir haben über 90 Abkommen, darunter das Brüsseler Abkommen vom Februar 2023 und den Ohrid-Anhang. Diese Abkommen müssen umgesetzt werden“, sagte er gegenüber Ekonomia Online.