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14:46 Uhr / Montag, 02. März 2026 / SZ

EU: Roaming-Zölle im Westbalkan wie in der EU

Kann man sein Handy im Westbalkan mit der gleichen Geschwindigkeit wie im eigenen EU-Heimatland nutzen? Die EU plant, die Roaming-Regelungen auszuweiten. Davon würden insbesondere Reisende profitieren.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass auch EU-Reisende im Westbalkan von günstigeren Roaming-Tarifen für Mobiltelefone profitieren sollten.

Zu diesem Zweck schlägt die Kommission vor, Verhandlungen mit Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien aufzunehmen, wie die Brüsseler Behörde angekündigt hat. Der Plan bedarf nun der Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten.

Freiwillige Vereinbarungen zwischen Mobilfunknetzbetreibern ermöglichen bereits teilweise reduzierte Tarife im Westbalkan.

Wenn die geplanten Verhandlungen zu einer Einigung führen, könnten Reisende beispielsweise ihre Smartphones so nutzen, wie sie es in ihrem Heimatland tun würden.

Sie würden dann im Ausland denselben Betrag für Dienstleistungen bezahlen wie in ihrem eigenen Land.

Seit Mitte 2017 müssen Personen mit Wohnsitz in der EU keine zusätzlichen Roaming-Gebühren mehr für Mobiltelefone zahlen, wenn sie in andere EU-Länder reisen.

Die Europäische Union ist grundsätzlich bereit, alle sechs Länder in die EU aufzunehmen.

Allerdings wird von all diesen Ländern weiterhin erwartet, dass sie die Umsetzung der Reformen konkret nachweisen.

Laut der jüngsten Analyse der Europäischen Kommission liegt Montenegro im EU-Beitrittsprozess vorn – die Verhandlungen mit Podgorica könnten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.DW