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10:20 Uhr / Dienstag, 13. Januar 2026 / HF

Hajdaris Verteidigung gerät in Konflikt mit der Staatsanwaltschaft: Niemand darf ohne Sicherheitszertifikat auf die Reservedokumente zugreifen.

Die Gerichtsverhandlung über die Staatsreserven, in die Ministerin Rozeta Hajdari verwickelt ist, hat unter sichtbaren Spannungen zwischen Anklage und Verteidigung begonnen, vor allem wegen des Zugangs zu geheimen Dokumenten und der Möglichkeit, dass die Verhandlung öffentlich ist, heißt es in der Mitteilung. IndeksOnline.

Der Staatsanwalt betonte die Wichtigkeit von Transparenz und beantragte, dass alle Anhörungen öffentlich und für die Medien zugänglich sein sollten. Er fügte hinzu, dass nichtöffentliche Anhörungen nur in besonderen Fällen stattfinden sollten, beispielsweise bei der Prüfung von Teilen der Anklageschrift, die geheime Informationen enthalten, oder während der Aussage anonymer Zeugen.

Die Verteidigung von Minister Hajdari, vertreten durch Rechtsanwalt Florent Latifaj, hat dieser Position entschieden widersprochen. Laut Latifaj handelt es sich bei den fraglichen Dokumenten um ein Staatsgeheimnis, zu dem Personen ohne Sicherheitszertifikat keinen Zugriff haben.

„Weder wir Anwälte noch die Polizei haben das Recht, diese Dokumente einzusehen. Laut Gesetz sollten sogar weder Staatsanwalt noch Richter Zugriff darauf haben“, erklärte Latifaj in der Anhörung.

Die Verteidigung berief sich auf eine Stellungnahme des Geheimdienstes (AMIK), wonach Personen ohne Sicherheitsfreigabe keinen Zugang zu Verschlusssachen haben dürfen. Latifaj betonte zudem, dass die Unterlagen erst nach ihrer Freigabe durch die zuständige Institution vom Gericht eingesehen werden können.

Laut Verteidigung stellt die Behandlung dieser Dokumente in öffentlichen Sitzungen oder die Gewährung des Zugangs für unbefugte Dritte einen schwerwiegenden Verstoß gegen die nationalen Sicherheitsbestimmungen dar.

„Man versucht, uns die Dokumente zu geben, damit auch wir Teil eines illegalen Prozesses werden, der zudem eine Straftat darstellt. Ich bin der Ansicht, dass ohne die Freigabe der Dokumente keine öffentliche Anhörung stattfinden sollte“, sagte Latifaj.