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11:07 / Donnerstag, 22. Januar 2026 / Arbeitsschutz

Merz: Die Weltordnung zerfällt in atemberaubendem Tempo, die EU muss ihr Vertrauen in die NATO wiederherstellen.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz rief Europa dazu auf, sein Vertrauen in die NATO zu erneuern, nachdem die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über Grönland zu übernehmen, das Bündnis destabilisiert hatten. In seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum warnte er vor einer sich verändernden Weltordnung.

Seiner Ansicht nach dürfe die NATO nicht aufgegeben werden und das Vertrauen, auf dem das Bündnis aufgebaut sei, müsse wiederhergestellt werden.

„Europa weiß um seinen Wert, und wir sind fest davon überzeugt, dass er der größte Wettbewerbsvorteil der USA sein kann“, sagte er.

Nach einer Woche diplomatischen Chaos, die durch Trumps Forderung nach einem Kauf Grönlands durch die USA und seine Drohungen mit Zöllen gegen seine europäischen Verbündeten ausgelöst wurde, bekräftigte Merz die Unterstützung Deutschlands für Dänemark und die arktische Insel.

„Wir werden Dänemark, Grönland und den Norden vor der von Russland ausgehenden Bedrohung verteidigen, indem wir die Prinzipien wahren, auf denen die transatlantische Partnerschaft beruht: Souveränität und territoriale Integrität. Wir unterstützen Gespräche zwischen Dänemark und den USA, die auf diesen Prinzipien basieren“, betonte Merz.

Er begrüßte auch Trumps Entscheidung, Grönland nicht mit Gewalt zu in Besitz zu nehmen, und warnte davor, dass neue Zölle „die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen untergraben würden“.

Er versuchte jedoch, die NATO als unerlässlich darzustellen, damit sowohl die USA als auch Europa sich in einer neuen, zunehmend von Gewalt diktierten Weltordnung zurechtfinden können.

„Die alte Weltordnung zerfällt in rasender Geschwindigkeit. Wir müssen massiv in unsere Verteidigungsfähigkeit investieren. Wir müssen unsere Volkswirtschaften rasch wettbewerbsfähig machen. Wir müssen enger zusammenrücken, untereinander in Europa und mit gleichgesinnten Partnern“, erklärte die deutsche Bundeskanzlerin.