Eine große amerikanische Luxuskaufhauskette meldet Insolvenz an
Die US-amerikanische Luxuskaufhauskette Saks Global hat nun offiziell bestätigt, was sie schon seit Monaten vermutet hatte: Ihr schuldenbasiertes Wachstumsmodell ist ins Stocken geraten. Das Unternehmen meldete am späten Dienstag Insolvenz nach Chapter 11 an, nachdem es im Dezember eine Zinszahlung von 100 Millionen US-Dollar an Anleihegläubiger nicht leisten konnte. Dieser Schritt unterstreicht, dass der Luxuseinzelhändler in einem äußerst schwierigen Umfeld agiert.
Das Insolvenzverfahren wird mit ziemlicher Sicherheit die Aktienbestände der bestehenden Aktionäre vernichten, darunter auch relativ neue und prominente Investoren wie Amazon und Salesforce. Die Financial Times berichtet, dass auch die Gläubiger die Auswirkungen zu spüren bekommen.

Vor einigen Monaten stimmten sie einem Rettungspaket in Höhe von 600 Millionen Dollar zu, das einen Teil der Unternehmensschulden in Höhe von 2.2 Milliarden Dollar beinhaltete. Rückblickend ist klar, dass dies lediglich eine Verzögerung des Unvermeidlichen war.
Saks gab bekannt, sich 1.75 Milliarden US-Dollar an neuen Finanzmitteln gesichert zu haben, wovon 1.5 Milliarden US-Dollar von Inhabern vorrangiger besicherter Anleihen stammen. Zudem wurde Geoffroy van Raemdonck, der ehemalige Chef von Neiman Marcus, zum neuen CEO ernannt. Neiman Marcus gehört nun ebenfalls zum Saks-Konzern, Saks Global.
Der Luxusgüterhändler Saks Global wird nach erfolgreichem Abschluss des Insolvenzverfahrens, der voraussichtlich im Laufe dieses Jahres erfolgen wird, Zugang zu Finanzmitteln in Höhe von 500 Millionen US-Dollar von einer Investorengruppe erhalten.Indeksonline/

