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19:20 Uhr / Montag, 10. November 2025 / HF

Ein ehemaliges Model wurde Priesterin und „segnete“ Bürger mit Kokain – schockierende Details aus dem Skandal in der griechischen Kirche: Die 46-Jährige soll Flüche aufheben und Krebs heilen.

Neue Details sind im Skandal in Griechenland ans Licht gekommen, wo ein Priester in der Region Attika mit Kokain und Cannabis erwischt wurde, die er in der Kirche versteckt hatte. Wie sich herausstellte, war er Teil einer kriminellen Bande.

Der 46-jährige falsche Priester war aus der Kirche von Griechenland entlassen worden, gab sich aber weiterhin mal als Priester, mal als „Erzbischof der Altkalendaristen“ aus.
Der Angeklagte soll gegenüber der Polizei gestanden haben, Drogen in der Kirche versteckt zu haben, und behauptet haben, selbst Drogenkonsument zu sein.

Griechischen Medienberichten zufolge schilderte die Bandenchefin, wie sie den 46-Jährigen ansprach und ihn zur Kooperation überredete. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass sie für die Rekrutierung von Mitgliedern der kriminellen Organisation und die detaillierte Anleitung dieser Mitglieder hinsichtlich Menschenhandel und illegalem Transport von Migranten verantwortlich war.
Tatsächlich sagte ein Anwohner gegenüber MEGA Television, dass der 46-Jährige behauptete, er könne „Hexerei beseitigen und Krebs heilen“, um so die Gläubigen in eine weitere Falle zu locken und damit Geld zu verdienen.
„Von Anfang an merkten wir, dass etwas nicht stimmte. Wie konnten sie sich einfach so einen Raum nehmen und daraus eine Kirche machen? Sie verkauften Dinge, die man sonst nur in Klöstern findet. Ich sah, dass der Priester früher Model gewesen war, dann Koch geworden war und einen YouTube-Kanal hatte. Sie kochten hier, die Priester kauften Kartoffeln auf dem Markt, und er hatte ein paar Leute, die Weihnachtskarten verteilten und halfen. Bei unserem ersten Gespräch beschimpfte er mich. Weil wir ihn gebeten hatten, die Lautsprecher leiser zu stellen, war er wütend geworden. Nachmittags sagte er dann: ‚Kommt her, ich nehme euch eure Flüche und heile Krebspatienten‘“, erzählt der Bürger.
Im Zuge der Ermittlungen wurden unterdessen auch Gespräche zwischen dem betreffenden Priester und anderen Mitgliedern der Bande entdeckt.
In ihren Gesprächen untereinander gaben die Netzwerkmitglieder Drogen den Namen „Candle“ und „Spray“ für Kokain, während sie die Wörter „Coffee“ und „Pasta“ für Cannabis verwendeten.
Im selben Bericht heißt es, dass er gegenüber den Polizisten, die ihn festnahmen, alle Anklagepunkte gestanden habe; vor dem Ermittler werde er jedoch voraussichtlich seine Aussage ändern und behaupten, von nichts zu wissen.
Die polizeilichen Ermittlungen zur Identifizierung weiterer Mitglieder des Netzwerks sowie aller „Kunden“, die Drogen von dieser Bande bezogen haben, dauern an.