Epstein-Dossier: Frankreich verurteilt Russlands Desinformationskampagne zum Nachteil von Präsident Macron
Französische Behörden haben davor gewarnt, dass eine russische Desinformationskampagne versucht, Präsident Emmanuel Macron in die Jeffrey-Epstein-Akten zu verwickeln, nachdem das US-Justizministerium am 30. Januar einen Teil dieser Akten veröffentlicht hatte.
Nach Angaben der französischen Agentur zur Verhinderung von Informationsmanipulation, Viginum, diente eine gefälschte Geschichte, die auf einer Website veröffentlicht wurde, die das französische Medienprogramm „France Soir“ imitierte, als Auslöser für die Kampagne.
In dem gefälschten Artikel wurde behauptet, der französische Präsident habe an vielen Partys in Epsteins Pariser Residenz teilgenommen und gesagt, er stehe auf junge Jungen.
Viginum warnte außerdem davor, dass die Kampagne das Symbol der russischen Operation „Sturm-1516“ trage, die erfundene Geschichten im Interesse des Kremls verbreite.
Der Artikel trug außerdem die Unterschrift eines Journalisten der französischen Zeitung „Le Parisien“, eine Strategie, die für prorussische Propagandazwecke bekannt ist.
Teile des Artikels wurden später von mehreren Social-Media-Plattformen aufgegriffen, darunter ein als Nachrichtenbericht getarntes Video, das den Eindruck erweckte, Macron habe nur eine Woche nach seinem Amtsantritt für seine erste Präsidentschaft im Mai 2017 eine Party mit jungen Männern veranstaltet.
Französische Institutionen reagierten mit der Erklärung, dass das Video, das angeblich aus Epsteins Akten stammte, tatsächlich mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden sei.

