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21:27 Uhr / Dienstag, 24. Februar 2026 / B XH

Höchste Sicherheitsstandards auf dem Balkan, aber eine problematische Wirtschaft – was sagt der „SecuriMeter“-Bericht über Kosovo aus?

Laut dem neuesten SecuriMeter 2025-Bericht des Regionalen Kooperationsrats (RCC) berichten die Bürger des Kosovo über das höchste Maß an persönlicher Sicherheit im gesamten Westbalkan.

Die Umfrage, die vom 30. Mai bis 18. Juni 2025 mit 6,007 Befragten in den sechs Ländern des westlichen Balkans durchgeführt wurde, zeigt, dass sich 64.3 Prozent der Bürger des Kosovo im Alltag sicher fühlen. Damit liegt der Kosovo in dieser Hinsicht an der Spitze der Region.

Ebenso halten 58.4 Prozent der Befragten im Kosovo ihr Land für einen sicheren Ort zum Leben. Dieser Prozentsatz liegt deutlich über dem regionalen Durchschnitt, wo nur 38.4 Prozent der Bürger des Westbalkans diese Meinung für die Region insgesamt teilen.

Was die Zukunft betrifft, erwarten 36.9 Prozent der Kosovo-Bürger, dass sich die Sicherheitslage in der Region im Laufe des nächsten Jahres verbessern wird, was ein relativ hohes Maß an Optimismus im Vergleich zu anderen Ländern der Region widerspiegelt.

Gleichzeitig seien die Sorgen über Szenarien wie Krieg oder Bürgerkrieg im Kosovo geringer als in einigen Nachbarländern, berichtet Telegrafi.

Der Bericht hebt jedoch hervor, dass wirtschaftliche Probleme die Hauptsorge der Bürger sowohl im Kosovo als auch in der gesamten Region darstellen.

55.7 Prozent der Befragten in den sechs Balkanländern sehen die hohen Lebenshaltungskosten als größte Herausforderung, 52.8 Prozent sind besorgt über die Inflation und 52.4 Prozent über die Höhe der Renten.

Im Kosovo äußern sich lediglich 29.1 Prozent der Bürger zufrieden mit der wirtschaftlichen Lage, während ein erheblicher Teil Schwierigkeiten bei der Deckung der monatlichen Ausgaben angibt, insbesondere für unvorhergesehene Ausgaben, Urlaube oder gesellschaftliche Aktivitäten.

Der Bericht befasst sich auch mit dem Thema Migration: 27.3 Prozent der Bürger in der Region äußerten den Wunsch oder die Absicht, das Land zu verlassen, hauptsächlich in Richtung westeuropäischer Länder und der Vereinigten Staaten.

Im Kosovo hingegen geben 80.6 Prozent der Befragten an, dass sie nicht planen, das Land zu verlassen, was auf ein höheres Maß an Stabilität im Vergleich zur Region hindeutet.

In Bezug auf die Einwanderung sind die Meinungen weiterhin geteilt: 54.8 Prozent der Bürger sehen sie als humanitäre Verantwortung, während 43.4 Prozent der Ansicht sind, dass Einwanderung die Kriminalität erhöhen könnte.

Was Institutionen betrifft, so genießt in allen Ländern der Region weiterhin das größte Vertrauen Sicherheitsinstitutionen wie Polizei und Armee, während das Vertrauen in politische Institutionen und die Medien am geringsten ist.

Ein erheblicher Teil der Bürger äußert Skepsis gegenüber der Unparteilichkeit der Medien und der Art und Weise, wie diese die Öffentlichkeit informieren.

Der SecuriMeter 2025-Bericht kommt zu dem Schluss, dass Kosovo sich zwar durch ein höheres Maß an persönlicher Sicherheit und Optimismus im Vergleich zur Region auszeichnet, wirtschaftliche Herausforderungen, die Lebenshaltungskosten und das Vertrauen in Institutionen jedoch weiterhin zentrale Themen darstellen, die sich direkt auf das Wohlbefinden der Bürger auswirken.