In der Türkei wurden vor 12 Jahren eingemeißelte menschliche Gesichter entdeckt.
Archäologen haben in der Südosttürkei an der archäologischen Stätte Sefertepe, die zum Taş-Tepeler-Komplex (zu dem auch Göbeklitepe, Karahantepe und Sayburç gehören) gehört, geschnitzte menschliche Gesichter und seltene Artefakte entdeckt. Die Funde datieren auf ein Alter von etwa 12.000 Jahren und liefern neue Erkenntnisse über die frühe Jungsteinzeit.
In Sefertepe wurden zwei in Stein gehauene menschliche Gesichter entdeckt, eines als Hochrelief und das andere als Flachrelief. Die unterschiedlichen Techniken und Stile deuten darauf hin, dass Sefertepe innerhalb der breiteren Taş-Tepeler-Tradition möglicherweise eine eigene ästhetische Identität entwickelt hat.
Ein kleiner, beidseitig geschnitzter und sorgfältig polierter schwarzer Serpentinit-Edelstein wurde ebenfalls gefunden. Kulturminister Mehmet Ersoy merkte an, dies zeige, dass neben monumentalen Skulpturen auch bewegliche Artefakte eine symbolische Funktion besaßen.

Ein weiteres einzigartiges Objekt ist eine kleine Skulptur mit geschlossenem Gesicht und Mund, die möglicherweise die Grenze zwischen Leben und Tod symbolisiert und so das Verständnis neolithischer Bestattungsrituale, einschließlich der Schädelentfernung und Sekundärbestattungen, erweitert.
Die Funde bestätigen, dass Taş Tepeler eine kulturell integrierte Region war, in der frühe Gemeinschaften komplexe Architektur und Kunst entwickelten. Anhand der Modellierung von Wangen, Überaugenwülsten und Nasen schließen Archäologen, dass Sefertepe möglicherweise einen eigenen Bildhauerstil entwickelte, der jedoch in der breiteren künstlerischen Tradition von Taş Tepeler verankert blieb.

