Ismet Kryeziu vom KDI: Umfassende Untersuchung der Wahlmanipulation bei Kandidaten für Abgeordnetenposten
Ismet Kryeziu vom Kosovo Democratic Institute (KDI) erklärte, dass viele Kandidaten, die von Tausenden illegal hinzugefügter Stimmen durch Wahlkommissare profitiert haben, sich öffentlich von diesen Handlungen distanzieren und behaupten, ihre Stimmen seien ohne ihr Wissen hinzugefügt worden.
In einem Facebook-Status erklärte er, dass es in Fällen, in denen der Verdacht auf Straftaten, einschließlich Wahlverbrechen, besteht, normal sei, dass Personen bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens als unschuldig gelten.
Seiner Ansicht nach müssen die Justizinstitutionen umfassende, unabhängige und unparteiische Untersuchungen durchführen, damit durch die Bestrafung der Verantwortlichen die Rechtsstaatlichkeit gewährleistet und das Vertrauen der Bürger in die Integrität von Wahlen und Demokratie wiederhergestellt wird.
„Viele Kandidaten, die von Tausenden illegal hinzugefügten Stimmen durch Wahlkommissare profitiert haben, distanzieren sich öffentlich von diesen Handlungen und erklären, die fraglichen Stimmen seien ohne ihr Wissen hinzugefügt worden. Bei Verdacht auf Straftaten, einschließlich Wahlbetrug, ist zu erwarten, dass die Betroffenen bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens auf nicht schuldig plädieren“, sagte er.
„Ungeachtet der individuellen Verantwortung und unter Wahrung des Grundsatzes der Unschuldsvermutung erscheint es jedoch schwer vorstellbar, dass die Wahlkommission allein aus persönlicher Sympathie oder ‚Liebe‘ zu bestimmten Kandidaten massive Manipulationen vorgenommen hat, ohne Kenntnis von Unregelmäßigkeiten, Anstiftung, Korruption oder Verbindungen zu bestimmten Interessengruppen. In diesem Zusammenhang ist es die Pflicht der Justiz, alle Umstände des Wahlprozesses, einschließlich der Motive, Formen und Befugnisse der Einflussnahme, vollständig, unabhängig und unparteiisch zu untersuchen. Nur durch eine ordnungsgemäße Untersuchung und die strafrechtliche Verfolgung aller Beteiligten kann die Rechtsstaatlichkeit gewährleistet und das Vertrauen der Bürger in die Integrität der Wahlen und in die Demokratie wiederhergestellt werden“, erklärte er.

