Israel reagiert scharf auf die Einsetzung eines internationalen Gremiums zu Gaza.
Israel hat seine Wut und seinen starken Widerstand gegen die Ankündigung der Vereinigten Staaten zur Zusammensetzung eines internationalen Gremiums zum Ausdruck gebracht, das die Nachkriegsprozesse im Gazastreifen überwachen soll.
Dieses Gremium, das Teil der Initiative von US-Präsident Donald Trump zur Steuerung des Übergangs und des Wiederaufbaus von Gaza ist, umfasst einen „Friedensrat“ und einen „Gaza-Exekutivrat“. Laut offizieller Erklärung der israelischen Regierung erfolgte die Veröffentlichung jedoch ohne vorherige Abstimmung mit Israel.
In ihrer Antwort betonte das Büro des israelischen Premierministers, dass die Entscheidung über die Zusammensetzung des Gremiums „der offiziellen israelischen Politik widerspricht“, und aus diesem Grund habe Premierminister Benjamin Netanjahu Außenminister Gideon Saar angewiesen, sich offiziell an US-Außenminister Marco Rubio zu wenden, um eine Klarstellung zu erhalten.
Die israelische Reaktion ist insbesondere auf die Einbeziehung von Vertretern von Ländern wie der Türkei und Katar in die Regierungsgremien zurückzuführen, die die israelische Politik während des Gaza-Konflikts scharf kritisiert haben und als Akteure mit einer starken Haltung gegenüber Israel gelten.
Das Weiße Haus hat mehrere bekannte internationale Persönlichkeiten als Mitglieder des „Friedensrates“ bekanntgegeben, darunter US-Außenminister Marco Rubio, der ehemalige britische Premierminister Tony Blair und Jared Kushner, ein ehemaliger Gesandter des Weißen Hauses. Vertreter verschiedener Organisationen und Länder werden voraussichtlich auch eine koordinierende Rolle bei der Erweiterung der internationalen Truppen zur Stabilisierung der Region übernehmen.
Das Gremium soll die zweite Phase des US-Plans für Gaza überwachen, die die Schaffung einer technokratischen palästinensischen Verwaltung, die Entmilitarisierung und den Wiederaufbau des Gebiets nach jahrelangem Konflikt umfasst. Die mangelnde Koordination mit Israel und die Beteiligung von Akteuren, die Tel Aviv mit Misstrauen betrachtet, haben die Spannungen in den Beziehungen zwischen den strategischen Verbündeten jedoch verschärft.

