Fall „Medicus“: Verteidigung gibt das letzte Wort
Im Wiederaufnahmeverfahren gegen die Ärzte der Klinik „Medicus“, Lutfi Dervishi, dem Menschenhandel und organisierte Kriminalität vorgeworfen werden, und Sokol Hajdini, dem schwere Körperverletzung vorgeworfen wird, wird die Verteidigung voraussichtlich heute ihr Schlusswort sprechen.
In der vorangegangenen Sitzung hatte die Staatsanwältin Valeria Bolici das letzte Wort und forderte das Gericht auf, die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Dervishi und Sokol zu bestätigen und sie entsprechend den gesetzlichen Grenzen zu verurteilen.
Lutfi Dervishi, dem Besitzer der Klinik „Medicus“, in der der Staatsanwaltschaft zufolge eine Nierentransplantation durchgeführt worden sein soll, werden Menschenhandel und organisierte Kriminalität vorgeworfen, Sokol Hajdini hingegen schwere Körperverletzung.
Arban Dervishi, der Sohn von Lutfi Dervishi, war Teil dieses Prozesses, aber das Verfahren gegen ihn wurde abgetrennt, weil er auf der Flucht ist.
Der Urologe Lutfi Dervishi wurde 8 vom Grundgericht in Pristina zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, Sokol Hajdini zu drei Jahren.
Das Berufungsgericht bestätigte daraufhin das Urteil von Dervish, während Hajdins Haftstrafe von drei auf fünf Jahre erhöht wurde.

