Schiffsunglück in Griechenland, mehrere Tote gemeldet
Gestern Abend ereignete sich in den Gewässern nahe der Insel Chios eine schwere Tragödie, bei der 15 Menschen ums Leben kamen und 25 weitere verletzt wurden, als ein Schnellboot mit einem Patrouillenboot der griechischen Küstenwache kollidierte.
Die Küstenwache hat eine offizielle Erklärung zu dem tragischen Vorfall veröffentlicht und darin Einzelheiten zum Hergang dargelegt. Laut der Erklärung sichtete ein Schlauchboot, das im Seegebiet von Myrsinidio eine planmäßige Patrouille durchführte, ein Schlauchboot mit ausländischen Passagieren, das ohne Navigationslichter in Richtung der Ostküste von Chios fuhr.
Der Schnellbootführer missachtete die Licht- und Schallsignale des Küstenwachenschiffs und änderte, anstatt anzuhalten, den Kurs, wobei er mit der Steuerbordseite des Patrouillenboots kollidierte. Aufgrund der Heftigkeit des Zusammenstoßes kenterte das Schnellboot und sank, wodurch alle Passagiere ins Meer gerieten, berichtet rtsh.
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde unter der Koordination des Gemeinsamen Such- und Rettungskoordinierungszentrums (EKSED) eine umfangreiche Such- und Rettungsaktion durchgeführt, an der vier Patrouillenboote der Küstenwache, ein privates Boot mit Tauchern sowie zwei Hubschrauber der Luftwaffe beteiligt waren.
Infolge des Vorfalls wurden 25 Personen gerettet und ins Skylitseio-Krankenhaus gebracht, wo später eine Frau verstarb. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Opfer auf 15. Zwei Besatzungsmitglieder des Patrouillenboots wurden ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert, einer von ihnen wurde laut Behördenangaben bereits wieder entlassen.
Die Hafenbehörde von Chios hat eine Voruntersuchung eingeleitet, die Suche nach möglichen Vermissten dauert an. Weitere Entwicklungen werden voraussichtlich in offiziellen Mitteilungen bekannt gegeben.

