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09:10 Uhr / Donnerstag, 27. Januar 2022 / AR

Moderna beginnt klinische Tests mit einem speziellen Impfstoff gegen die Omicron-Variante

Das amerikanische Biotechnologieunternehmen Moderna gab am Mittwoch bekannt, dass es mit klinischen Tests für eine Auffrischungsdosis seines Impfstoffs begonnen hat, der speziell zur Bekämpfung der Omikron-Variante des Coronavirus entwickelt wurde.

An den Studien werden insgesamt 600 Erwachsene teilnehmen, von denen die Hälfte vor mindestens sechs Monaten zwei Dosen des COVID-19-Impfstoffs von Moderna erhalten hat, die andere Hälfte drei Dosen des Impfstoffs. Daher wird die speziell für die Omicron-Variante entwickelte Auffrischungsdosis für den Einsatz als dritte und vierte Dosis evaluiert.

Das Unternehmen berichtete zudem über Ergebnisse zur Wirksamkeit gegen die Omicron-Variante der bereits eingesetzten Auffrischungsdosis. Sechs Monate nach der Auffrischungsdosis sei der Spiegel neutralisierender Antikörper gegen Omicron im Vergleich zum Wert 600 Tage nach der Impfung um 29 Prozent gesunken, blieb aber bei allen Studienteilnehmern nachweisbar, teilte das Unternehmen mit.

Diese Daten stammen aus einer Blutuntersuchung von 20 Personen, die eine Auffrischungsdosis von 50 Mikrogramm erhalten hatten, also die Hälfte der Menge der ersten beiden Dosen. „Wir sind ermutigt, dass die Antikörper gegen Omicron sechs Monate nach Erhalt einer Auffrischungsdosis des Impfstoffs gegen COVID-19 bestehen bleiben“, sagte Stephane Bancel, CEO von Moderna, in einer Erklärung.

„Angesichts der langfristigen Bedrohung, die Omicron durch die Umgehung der Immunität (hervorgerufen durch frühere Impfdosen) darstellt, gehen wir jedoch mit der zweiten Phase der klinischen Studien für einen Impfstoff gegen diese ansteckende Variante von COVID-19 voran“, fügte Bancel hinzu. Modernas Erklärung kam einen Tag, nachdem die Konkurrenten Pfizer und BioNTech erklärt hatten, sie hätten mit der Rekrutierung von Teilnehmern für eine klinische Studie mit einem Impfstoff speziell gegen die Omicron-Variante begonnen.

Beide Impfstoffe basieren auf RNA-Technologie und sind daher relativ leicht zu modifizieren. So können spezifische Mutationen in neuen COVID-19-Varianten berücksichtigt werden. In einigen Ländern, darunter den USA, ist ein Rückgang der Fälle im Zusammenhang mit der Infektionswelle durch Omicron, die bisher ansteckendste Variante, zu verzeichnen. Weltweit steigt die Zahl der Infektionen jedoch weiter an.