Nach zwei Jahrzehnten erlangt Shyhrete Berisha endlich das Eigentum an ihrem Haus.
Nach 20 Jahren Rechtsstreit mit der Familie ihres Mannes hat Shyhrete Berisha das Recht auf das Haus erstritten, in dem sie mit ihrem Mann und ihren Kindern lebte, die während des Krieges getötet wurden.
Der Fall wurde von der zweiten Instanz des Grundgerichts bestätigt.
Während des Krieges war Shyhrete Berisha gezwungen, von einem serbischen Armeelaster zu springen, der etwa 50 Opfer der Familie Berisha aus Suhareka transportierte, da dies der einzige Ausweg war, um zu entkommen.
Von allen Opfern im Lastwagen überlebte nur Shyhrete Berisha. Sie schaffte es, bis zum Kriegsende zu überleben und weitere tödliche Gefahren zu meistern.
Doch für Shyhrete Berisha war der Krieg noch nicht vorbei.
Sie hatte ihren Ehemann und ihre vier Kinder verloren, die von serbischen Streitkräften auf barbarische Weise getötet worden waren, und mit ihnen hatte sie auch ihr Zuhause verloren.
Shyhrete Berisha steht die Hälfte des Hauses zu. Dies entschied das Grundgericht Prizren – Zweigstelle Suhareka – im Jahr 2017 in seinem Urteil zu diesem Fall.
Den beiden Angeklagten, Arben und Xhelal Berisha, wurde alternativ die Möglichkeit eingeräumt, Shyhrete Berisha den Betrag von 130 Euro zu zahlen, dem Wert des Anteils am Haus.
Das Urteil des Grundgerichts Prizren, Zweigstelle Suhareka, bestätigte, dass Berisha neben der Hälfte des Hauses, in dem er wohnte, auch Eigentümer von zwei weiteren Immobilien ist. /Gazeta10

