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14:29 / Sonntag, 11. Januar 2026 / B XH

Rechtsextremismus und Drogen: Die Bundeswehr ist in den Skandal verwickelt.

Die Bundeswehr ist in einen Skandal um sexuelle Belästigung, Rechtsextremismus und Drogenkonsum in einem Eliteregiment verwickelt, der die Bemühungen zur Stärkung der Armee und zur Steigerung der Rekrutierung zu untergraben droht.

Die Staatsanwaltschaft prüft mehr als ein Dutzend Anklagepunkte gegen Soldaten des 26. Fallschirmjägerregiments, einer Luftlandedivision der Armee mit Sitz in Zweibrücken im südwestlichen Bundesland Rheinland-Pfalz.

Die Ermittlungen haben die Vorwürfe verstärkt, dass Soldaten der Eliteeinheit Uniformen im Nazi-Stil tragen und Drogen konsumieren, schreibt A2 CNN.

Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich „entsetzt“ über die Enthüllungen und erklärte, sie stünden „in krassem Widerspruch zu den Grundwerten der Bundeswehr“.

Doch sie haben einen Schatten auf den Start eines neuen Programms geworfen, das darauf abzielt, 18-Jährige für eine neue Form des freiwilligen Militärdienstes zu gewinnen, während Deutschland angesichts der Befürchtung russischer Aggression versucht, seine Streitkräfte zu stärken.

Der Skandal hat Fragen zur Kultur im Militär aufgeworfen, gerade in einer Zeit, in der die Bundeswehr im In- und Ausland eine größere Rolle anstrebt und Bundeskanzler Friedrich Merz versprochen hat, sie zur stärksten konventionellen Armee Europas zu machen.

Agnieszka Brugger, eine grüne Abgeordnete, die dem Verteidigungsausschuss des Bundestages angehört, warnte davor, dass die Anschuldigungen nicht nur einer Einheit schadeten, sondern vielmehr „dem wichtigen Dienst, den so viele Soldaten leisten“.

Sie fügte hinzu: „Dies stellt ein großes Problem in einer ernsten Zeit dar, in der die Bundeswehr und unsere Politiker die fähigsten Leute für den Militärdienst rekrutieren müssen.“

Das 26. Fallschirmjägerregiment zählt zu den Elitetruppen der Bundeswehr. Es besteht aus rund 1,700 Soldaten und wurde für Auslandseinsätze und Evakuierungen aus Kriegsgebieten in Ländern wie Afghanistan, Mali und Sudan eingesetzt.