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15:50 / Dienstag, 02. Januar 2018 / indeksADMonline

Von Raubüberfällen in Italien bis nach England: Dies ist der Kuksian, der die Aufmerksamkeit der britischen Medien erregte

Britische Medien haben erneut auf illegale Einwanderer aufmerksam gemacht, die per Lastwagen nach England gelangen. In einem gestern veröffentlichten Artikel berichtete die Daily Mail über den 29-jährigen Albaner Fari Lleshi, der sich in England durch brutale Raubüberfälle ein neues Leben aufgebaut hat, schreibt „Panorama“.

Ein Albaner, der eine Facebook-Seite betreibt, auf der er Selfies von mutmaßlich illegalen Einwanderern nach Großbritannien postet, ist ein verurteilter Bankräuber, der weiterhin illegal in Großbritannien lebt, schreibt die Daily Mail, berichtet „Panorama“. Fari Lleshi aus Kukes in Albanien wurde 2011 in Italien wegen Diebstahls von mindestens 20,000 Pfund inhaftiert.

Nach seiner Freilassung kam er illegal nach England, wo er auf dem Schwarzmarkt als Gipser arbeitet und eine albanische Facebook-Seite mit mehr als 70.000 Followern betreibt.

Wie die Daily Mail im November berichtete, enthielt die Website eine Reihe von Fotos, die offenbar junge Albaner auf der Ladefläche von Lieferwagen und Lastwagen bei ihrer Einreise nach Großbritannien zeigten. Außerdem wurden gefälschte Ausweise angeboten und beschrieben, wie man bei einem Menschenschmuggler einen Platz bucht. Die Daily Mail berichtet, dass ein verurteilter Krimineller nun Albanern erklärt, wie sie nach England gelangen können.

In einer Stellungnahme gegenüber der Daily Mail erklärte er jedoch, er bereue seine Fehler der Vergangenheit und arbeite hart daran, sie wiedergutzumachen. „Ich saß sechs Jahre im Gefängnis in Trient“, sagte er. „Ich habe eine Bank ausgeraubt. Aber jetzt habe ich meine Strafe abgesessen. Ich möchte diese Fehler, die mir nicht gefallen, vergessen und mein neues Leben beginnen.“ Lleshi geriet in Schwierigkeiten, nachdem er von Albanien nach Griechenland und dann nach Italien ausgewandert war, um der Armut in seiner Heimat zu entkommen.

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis arbeitete er eine Zeit lang legal in Italien. Doch er berichtete, dass die Dinge schiefgelaufen seien, nachdem er von der rassistischen und beleidigenden italienischen Polizei provoziert worden sei und daraufhin „schlecht reagiert“ habe. „Ich habe meine Papiere verloren und konnte nicht in Italien bleiben, also bin ich nach England gegangen“, sagte er. „Wie alle Albaner bin ich mit einem Lastwagen gekommen. Es gibt keine andere Möglichkeit, nach England zu reisen“, fügt Lleshi hinzu.

Doch Lleshi betonte, er habe ein neues Kapitel im Leben aufgeschlagen: „Ich habe alles hinter mir gelassen und mich dem richtigen Weg verschrieben. Ich habe keinen Grund, mich in Netzwerken oder kriminellen Aktivitäten zu engagieren.“ Neben seiner Tätigkeit als Stuckateur hat sich Lleshi offenbar auch der Musik zugewandt. Er veröffentlichte Songs auf YouTube unter den Namen Baba Lllesh und 2Gunz. In einem Video, das er am Heiligabend auf Facebook veröffentlichte, erzählt Lleshi, dass er von der Polizei verfolgt wurde, ihnen aber entkommen und der Verhaftung entgehen konnte. „Ich hatte viel Ärger, aber ich habe viele Projekte, die ich mit Gottes Hilfe in Zukunft verwirklichen möchte“, schloss Lleshi.

Bilder Kerry Davies/Daily Mail 21
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Das Bild zeigt: Auf Facebook wurden Bilder gepostet, die Selfies von albanischen Teenagern als blinde Passagiere zeigen, die auf der Ladefläche von Lastwagen versuchen, nach Großbritannien zu gelangen.
Alle Fotos werden auf der Facebook-Seite „Shqipet ne Angli“ (Albaner in England) mit über 60.000 Followern, auf einer weiteren Seite „Dibranetne Londer“ (Dibrans in London) mit 14.000 Followern und einer weiteren Seite „Kuksianet ne Londer“ (Kuksians in London) mit 13.000 Followern veröffentlicht.