Zehn Tote bei Schießerei an einer Schule in Kanada
Neun Menschen wurden getötet und Dutzende weitere verletzt, nachdem ein Bewaffneter in einer Schule im Westen Kanadas das Feuer eröffnet hatte. Es handelt sich um eines der blutigsten Massaker in der Geschichte des Landes. Der Verdächtige wurde später tot aufgefunden; man geht von einer selbst zugefügten Schusswunde aus.
Die Polizei fand sechs Tote in einer High School in der abgelegenen Stadt Tumbler Ridge in British Columbia. Zwei weitere Leichen wurden in einem Wohnhaus entdeckt, das mutmaßlich mit dem Vorfall in Verbindung steht. Eine weitere Person starb auf dem Weg ins Krankenhaus, wie die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) mitteilte.
Der mutmaßliche Schütze wurde tot in der Schule aufgefunden, teilte die Polizei mit. Laut einem Bericht des Guardian gehe man nicht davon aus, dass es weitere Verdächtige gebe oder eine anhaltende Bedrohung für die Öffentlichkeit bestehe.
Mehr als zwei Dutzend Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert – zwei von ihnen mit lebensbedrohlichen Verletzungen –, was der Premierminister von British Columbia, David Eby, als „unvorstellbare Tragödie“ bezeichnete.
Eine polizeiliche Warnung vor einem bewaffneten Täter, die an die Anwohner in der Gegend verschickt wurde, beschrieb die Verdächtige als „eine Frau in einem Kleid mit braunen Haaren“. Polizeihauptmann Ken Floyd bestätigte später auf einer Pressekonferenz, dass es sich bei der in der Warnung beschriebenen Verdächtigen um dieselbe Person handelte, die tot in der Schule aufgefunden wurde.
Die Polizei machte keine Angaben darüber, wie viele der Opfer minderjährig waren.
Die Tumbler Ridge High School hat laut ihrer Website 160 Schüler der Klassen 7 bis 12 im Alter von etwa 12 bis 18 Jahren. Die Schule bleibt für den Rest der Woche geschlossen, und es wird Beratungsangebote für alle geben, die diese benötigen, so die Schulleitung.

