75 Mall Live-Suche
18:40 Uhr / Dienstag, 03. Februar 2026 / B XH

Zwei Personen wurden wegen versuchter Sabotage an deutschen Marineschiffen festgenommen.

Zwei Verdächtige wurden wegen versuchter Sabotage an im Hamburger Hafen vor Anker liegenden deutschen Marineschiffen im vergangenen Jahr festgenommen.

Das Paar steht im Verdacht, elektronische Sicherheitsschalter außer Kraft gesetzt, Tankdeckel entfernt, Wasserleitungen angebohrt und mehr als 20 kg abrasiven Kies in den Schiffsmotor geworfen zu haben, wie die BBC berichtet.

„Wären die Taten unentdeckt geblieben, hätten sie den Schiffen erheblichen Schaden zugefügt und deren Abfahrt verzögert, wodurch die Operationen der deutschen Marine gefährdet worden wären“, erklärte die EU-Kriminalitätsbehörde Eurojust in einer Stellungnahme.

Laut lokalen Medienberichten handelt es sich bei den Verdächtigen um einen 37-jährigen Rumänen und einen 54-jährigen Griechen, die im Hafen arbeiteten.

Die Verdächtigen wurden am Dienstag in Deutschland und Griechenland nach einer koordinierten Aktion der deutschen, griechischen und rumänischen Behörden festgenommen.

Die Beamten durchsuchten und beschlagnahmten außerdem Beweismittel in den Wohnungen der Verdächtigen in Deutschland, Griechenland und Rumänien, teilte Eurojust mit.

Die Behörde fügte hinzu, dass die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls noch andauern.

Obwohl die deutschen Behörden den Hamburger Vorfall nicht explizit mit Russland in Verbindung gebracht haben, erfolgen die Verhaftungen inmitten einer wachsenden Angst vor vom Kreml unterstützten Sabotageakten auf dem gesamten Kontinent.

Deutschland und andere NATO-Staaten haben seit Russlands vollständigem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 eine Reihe von mutmaßlichen Sabotageakten erlebt.

Unterseekabel in der Ostsee wurden beschädigt, und mutmaßliche Drohnenaktivitäten haben zu erheblichen Störungen an Flughäfen und Militärstützpunkten geführt.

Obwohl mehrere europäische Regierungen Russland direkt der Beteiligung beschuldigt haben, hat der Kreml die Führung von Sabotageaktionen stets bestritten.

Deutschland versucht, seine Widerstandsfähigkeit gegen mögliche Sabotageakte zu erhöhen, nachdem ein Brandanschlag, der zuvor mit linksextremen Aktivisten in Verbindung gebracht wurde, Anfang des Jahres Zehntausende Menschen ohne Stromversorgung zurückgelassen hatte.