Österreich beschließt Impfpflicht: Staat belohnt Impfwillige
Österreich hat heute im Parlament eine obligatorische Impfung gegen COVID-19 für die gesamte erwachsene Bevölkerung beschlossen und ist damit das erste EU-Land, das eine derart drastische Maßnahme ergreift, die schon lange vorgeschlagen wurde, nun aber offiziell ist.
Im Parlament stimmten lediglich die Abgeordneten der rechtsgerichteten FPÖ dagegen, während 137 von 170 Abgeordneten für die Wiener Regierung stimmten.
Die Entscheidung fiel auf eine Erhöhung der Impfraten, die das Land mit rund 72 Prozent im westeuropäischen Vergleich am unteren Ende der Rangliste platzieren.
Um Impfskeptiker zu motivieren, sich impfen zu lassen, hat die österreichische Regierung zudem beschlossen, eine Lotterie für Impfwillige zu veranstalten, bei der es zahlreiche Preise zu gewinnen gibt, die in den Geschäften des Landes eingelöst werden können.
Wer sich hingegen am 1. Februar, dem Zeitpunkt der Impfpflicht, immer noch weigert, sich impfen zu lassen, dem drohen hohe Geldstrafen von bis zu 3800 Euro.

