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16:08 / Dienstag, 11. November 2025 / B XH

Cakolli: Ohne Überprüfung der Stimmzettel kann die Zentrale Wahlkommission nicht über die Integrität der Wahlen sprechen.

Eugen Cakolli vom KDI hat sich zu den jüngsten Entwicklungen bezüglich der Stimmzettel in Mitrovica geäußert und erklärt, dass jeder Stimmzettel mit einem inkompatiblen Code für ungültig erklärt werden sollte.

Er betonte, dass es nicht nur um den technischen Fehler gehe, sondern auch um dessen Ausmaß und Auswirkungen auf das Ergebnis. Laut Cakolli verschärfen der Mangel an offiziellen Informationen seitens der CEC und die Übertragung der Verantwortung an die Firma CETIS die Angelegenheit zusätzlich.

Er hat die Gewährleistung der Integrität des Wahlprozesses in Frage gestellt, da die meisten Wahllokale in Mitrovica noch nicht ausgezählt wurden.

Cakolli fügte hinzu, dass es zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation sei, das Problem auf einen „technischen Fehler“ zu beschränken.

Vollständiger Beitrag:

Zunächst einmal sollte jeder Stimmzettel, dessen Wahllokalcode nicht mit dem des abgegebenen Wahllokals übereinstimmt, für ungültig erklärt werden. Doch selbst dies allein garantiert nicht, dass das Problem vollständig behoben ist. Denn es geht nicht nur um den technischen Fehler selbst, sondern auch um dessen Ausmaß – also darum, wie viele Stimmzettel betroffen waren, in welchen Wahllokalen und ob dies Auswirkungen auf das Ergebnis hatte. Ohne diese Informationen kann niemand – insbesondere nicht die Zentrale Wahlkommission – von der Integrität der Wahlen sprechen.

Die „Klarstellungen“ von CETIS und der CEC lassen den Fall umso merkwürdiger erscheinen, je öfter man sie liest. Denn das Fehlen jeglicher offizieller Informationen seitens der CEC über das tatsächliche Ausmaß des Problems und die Übertragung der gesamten Verantwortung auf das Unternehmen CETIS, das mit seiner Stellungnahme mehr Verwirrung stiftete als aufklärte, ist an sich schon äußerst problematisch.

Wenn nicht einmal das Unternehmen weiß, wie viele Stimmzettel und Wahlpakete betroffen sind, wie kann dann die Integrität gewährleistet werden, wenn etwa 75 % der Wahllokale in Mitrovica noch nicht ausgezählt wurden und verdächtige Stimmzettel noch nicht physisch überprüft wurden?

Jede Aussage, die das Problem auf einen „technischen Fehler“ beschränkt, ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Und in einem Wahlprozess gibt es nichts Schlimmeres, als wenn ein „technischer Fehler“ als politisches Risiko behandelt wird, das irgendwie gemanagt werden muss, anstatt als Problem, das gründlich untersucht werden muss.