Direktor der Neonatologie: RSV-Virus gefährdet das Leben von Babys, Behandlung mit monoklonalen Antikörpern fehlt im Kosovo
Auch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), ein großes Problem für Kinder bis zum Alter von zwei Jahren, stellt den Kosovo vor große Herausforderungen. Im vergangenen Jahr starben in unserem Land 60 Babys. Der Direktor der Neonatologie, Luan Morina, betonte in einem Interview, dass dieses Virus die Atemwege befällt und in der Neonatologie-Klinik häufig vorkommt.
„RSV ist ein besorgniserregendes und gefährliches Virus. Am stärksten betroffen sind Kinder mit Herzfehlern, Frühgeborene und Kinder mit anderen gesundheitlichen Problemen“, sagte Morina.
Zur Behandlung dieses Virus sagte Morina, dass die Neonatologie-Klinik derzeit nicht über spezifische Medikamente zur Behandlung von RSV verfüge.
„Wir bieten nur eine symptomatische Therapie an, etwa eine Linderung der Symptome oder eine Inhalationstherapie, aber wir haben keine spezifische Behandlung“, betonte er.
In Bezug auf den Einsatz monoklonaler Antikörper, die eine der wirksamsten Methoden zur Behandlung von RSV darstellen, sagte Morina, dass dieser Behandlungsansatz im Kosovo noch immer fehle.
„Monoklonale Antikörper sind wie ‚bereite Soldaten‘, die das Virus bekämpfen. Diese Methode wird in Europa und sogar in unserer Region bereits eingesetzt. Leider hat sie in unserem Land noch keinen Einzug als Behandlungsmethode gehalten. Ich weiß nicht, ob diese Antikörper auf unserem Markt erhältlich sind“, erklärte Morina.
Diese Situation gibt Anlass zur Sorge, da fortschrittlichere Behandlungsmethoden benötigt werden, darunter der Einsatz monoklonaler Antikörper zur Behandlung von RSV-infizierten Kindern im Kosovo. Im letzten Jahr ist die Kindersterblichkeitsrate gestiegen.

