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13:17 / Freitag, 13. Juli 2018 / indeksADMonline

EXKLUSIV: Verdacht auf „Fellini“-Mehl auf dem Kosovo-Markt, Forderung nach Verkaufsstopp

Das Weißmehl „Fellini“ gehört zu den am häufigsten konsumierten Mehlen im Kosovo. Laut dem Müllerverband des Kosovo sorgt dieses Mehl, das auf den meisten kosovarischen Märkten verkauft wird, jedoch bei den Verbrauchern für Verwirrung.

Dieser Verband hat beim Ministerium für Handel und Industrie Beschwerde eingereicht und darum gebeten, die Herkunft des „Fellini“-Mehls zu untersuchen. Diese Forderung kommt zustande, weil laut den Müllern auf den Verpackungen manchmal steht, dass das Mehl in Deutschland, manchmal in Bosnien und Herzegowina und manchmal in Serbien hergestellt wurde, schreibt Indeksonline.

Daher haben sie das Ministerium für Handel und Industrie über die Aufsichtsbehörde aufgefordert, den Verkauf dieses Produkts einzustellen, bis die gesetzlichen Bedingungen zum Nachweis der Qualität und der Daten erfüllt sind, die im Interesse des Verbrauchers liegen.

Indeksonline hat Kontakt mit der Firma „Aroma SH.PK“ aufgenommen, die „Fellini“-Mehl in den Kosovo importiert, deren Vertreter die Produktlinie vorgeführt haben.

„Das stimmt nicht. Die 5-kg-Packung kommt aus Bosnien und Herzegowina, da auf der Verpackung ‚Keso Promet‘ steht, das ist dort garantiert und auch so geschrieben, während das ‚Premix‘-Mehl mit Folsäure ein deutsches Produkt ist, das nur für den Kosovo verpackt wird“, sagten sie.

Ihrer Ansicht nach wurden diese Lügen und Verschleierungen aufgrund der Konkurrenz auf dem Markt und der hohen Qualität des Mehls begangen.

„Sie haben das wegen der Konkurrenz auf dem Markt getan. Das sind Lügen und Tarnung, die Qualität des Mehls spricht für sich selbst. Das Mehl ist garantiert, es gab nie Probleme beim Zoll oder anderswo. Dies geschieht, damit ein anderes Unternehmen auf den Markt kommen kann. Der Staat selbst hat das getan“, erklärte das Unternehmen „Aroma“ weiter.

In der Anfrage der Müller an das MTI heißt es unterdessen:

Der Verband der Weizenverarbeiter, bekannt als Association of Millers of Kosovo (SHMK), wendet sich mit dem Ziel, die Verbraucherrechte zu schützen, an Ihr Ministerium mit folgendem Anliegen:

Auf dem kosovarischen Markt wird seit langem ein Produkt namens „FELLINI“ in Verpackungen zu 5 und 1 kg verkauft. In der Deklaration jedes Produkts werden die Informationen über das Produkt bewusst in verwirrender und falscher Form angegeben.

Noch wichtiger ist, dass auf der Verpackung nirgendwo angegeben ist, wer der Hersteller ist, wie der Name des Herstellers lautet, seine Adresse usw. Diese Informationen müssen gesetzlich festgelegt werden und ihr Fehlen lässt Zweifel an diesem Produkt aufkommen, nicht nur hinsichtlich der Qualität, sondern auch im Hinblick auf jeden anderen Grund für die Vermeidung von Einfuhrzöllen!

Indeksonline hat auch versucht, eine Stellungnahme des MTI zum Thema importiertes Mehl zu erhalten, dieses hat jedoch auf die Fragen der Redaktion nicht geantwortet.

Unterdessen erklärte der Geschäftsführer des Müllerverbandes des Kosovo, Muhamet Farizi, vor einigen Tagen: Indeksonline dass serbisches Mehl nun unter dem Namen bosnisches Mehl gehandelt wird und somit zollfrei in den Kosovo gelangt.

„Mehl aus Serbien wurde zu Dumpingpreisen aus den schwächsten Mühlen geliefert. Der Minister für Industrie und Handel hat Antidumpingmaßnahmen ergriffen, doch serbisches Mehl wird inzwischen unter dem Namen bosnisches Mehl gehandelt und kommt zollfrei in den Kosovo. Serbien verstößt damit gegen das CEFTA-Abkommen. Mehl aus Serbien ist qualitativ schlechter als einheimisches Mehl“, so Farizi.Indeksonline/

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