Deutschland kündigt vorerst keine Waffenlieferungen an die Ukraine an
- Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht erklärte, Berlin schließe Waffenlieferungen an die Ukraine angesichts des Konflikts mit Russland derzeit aus. Ihre Aussage erfolgte wenige Tage, nachdem Großbritannien begonnen hatte, die Ukraine mit Panzerabwehrwaffen zu beliefern.
Eine Gruppe von US-Senatoren hat der Ukraine außerdem Waffen versprochen, darunter Raketen, Kleinwaffen und Boote, um dem größten europäischen Land zu helfen, sich vor einer möglichen Aggression zu schützen, während Russland in Grenznähe massiv Truppen aufmarschiert.
Bundeskanzler Olaf Scholz habe jedoch die Politik Berlins betont, keine tödlichen Waffen in Konfliktgebiete zu schicken, schreibt Reuters und berichtet Gazeta Express.
„Ich kann den Wunsch verstehen, die Ukraine zu unterstützen, und genau das tun wir bereits“, sagte Ministerin Lambrecht in einem Interview mit der Wochenzeitung „Welt am Sonntag“.
„Die Ukraine erhält im Februar ein komplettes Feldlazarett samt der notwendigen Ausbildung. Das Ganze wird von Deutschland mit 5.3 Millionen Euro kofinanziert“, sagte sie und wies darauf hin, dass Deutschland in seinen Krankenhäusern seit Jahren schwerverletzte ukrainische Soldaten behandelt.
Sie fügte jedoch hinzu, dass Berlin derzeit nicht bereit sei, Kiew mit Waffen zu beliefern. „Wir müssen alles tun, um die Lage zu deeskalieren. Waffenlieferungen wären in diesem Zusammenhang derzeit nicht sinnvoll, darüber besteht in der Bundesregierung Einigkeit“, sagte die Verteidigungsministerin.

