Die Kindergruppe „ROR“ bittet um den Übergang zum Szenario C der Unterrichtsstunde
Die Kindergruppe „ROR“ und die städtischen Kinderversammlungen äußern große Besorgnis über die alarmierende Gesundheitssituation der Schüler an den Schulen im Kosovo. Als repräsentative Stimme der Kinder des Kosovo erhalten wir ständig Informationen, Anfragen und Beschwerden von Schülern und Eltern über den verantwortungslosen Umgang mit der COVID-19-Situation an den Schulen des Landes.
Ein Unterrichtsablauf, bei dem Ersatzlehrkräfte für positiv auf COVID-19 getestete Lehrkräfte fehlen, ist ein äußerst mangelhafter und schlecht geführter Prozess.
Die Folgen sind für alle Beteiligten gravierend, insbesondere für Studierende, die an diesem Virus erkrankt sind, aber auch für diejenigen, die aufgrund eines positiven Tests in ihrer Familie in Isolation gezwungen sind. Diesen Studierenden wird das Recht auf Bildung verwehrt, da ihnen während der Zeit der Isolation kein Online-/Fernunterricht angeboten wird.
Das Bildungsministerium und die kommunalen Bildungsdirektionen sind gesetzlich verpflichtet, Gesundheit, Wohlbefinden und qualitativ hochwertige Bildung zu gewährleisten. Ihr Versäumnis, Schülern während einer Pandemie qualitativ hochwertige Bildung zu bieten, stellt daher nicht nur einen Gesetzesverstoß dar, sondern auch einen Verstoß gegen die staatliche Verpflichtung, das Recht der Kinder auf Bildung und Wohlbefinden zu gewährleisten.
Auch an den Schulen im Kosovo mangelt es an Antigentests, die eine schnellere Erkennung positiver COVID-19-Fälle und weitere Maßnahmen ermöglichen würden. Die Verteilung der Tests auf die Schulen ist ungerecht, und die Menge der verteilten Tests ist, gelinde gesagt, gering.
Die ROR-Gruppe und die städtischen Kinderversammlungen des Kosovo richten erneut einen dringenden Aufruf an alle zuständigen Bildungseinrichtungen, angefangen bei der Schulleitung und den Anti-COVID-Taskforces auf Schulebene, positive Fälle genau zu identifizieren und so schnell wie möglich geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Wir halten die Umstellung des Lernprozesses von Szenario A auf Szenario C für eine sinnvolle Maßnahme, auch wenn uns die bisherige Praxis gezeigt hat, dass Online-Lernen nicht effektiv ist. Dies ist jedoch notwendig, um die Gesundheit der Studierenden zu gewährleisten. Wir appellieren an die zuständigen Institutionen, dass bei einer Rückkehr von Szenario A zu Szenario C der Fernunterricht qualitativ und inklusiv gestaltet werden sollte, damit wir nicht auf Hindernisse wie in der Vergangenheit stoßen.

