Hoti bezeichnet die 53 Millionen von „Bechtel Enkas“ als „moderne institutionelle Beute“
Der Vorsitzende der LDK-Parlamentsfraktion, Avdullah Hoti, kritisierte auf einer Pressekonferenz sowohl Präsident Hashim Thaçi als auch die von Ramush Haradinaj geführte Regierung.
Hoti schätzt, dass Präsident Thaçi die CEC seit dem 27. März dieses Jahres blockiert hat, und dass dies in dieser Institution zum ersten Mal geschehe.
„Der Präsident kommt seiner verfassungsmäßigen Pflicht nicht nach, die Vorschläge der politischen Parteien für die Mitglieder der Zentralen Wahlkommission anzunehmen. Mit dieser Verzögerung hat der Präsident einen gefährlichen Präzedenzfall für das Wahlsystem des Landes und für die Demokratie geschaffen. Die zweimonatige Nichtfunktionierung der Zentralen Wahlkommission hat sich negativ auf die Arbeit der Gemeindeversammlungen ausgewirkt. Wir fordern den Präsidenten auf, seiner verfassungsmäßigen Verpflichtung so schnell wie möglich nachzukommen und die Mitglieder der Zentralen Wahlkommission zu ernennen“, sagte er.
Er sprach auch über die Bereitstellung von 53 Millionen durch die Regierung für die Autobahn „Bechtel & Enka“ zur Fertigstellung des Autobahnprojekts R6 Pristina – Hani i Elezit.
Laut Hoti handelt es sich dabei um moderne institutionelle Plünderung.
„Das ist Missbrauch öffentlicher Gelder. Dasselbe gilt für den Missbrauch und den Erlass von 60 Millionen Euro verschiedener Schulden. Dann die kontinuierliche Zuweisung von Mitteln aus den Staatsreserven ohne jegliche Kriterien. Die Gehaltserhöhungen für das Regierungskabinett. Oder die Ausgaben für die 70 stellvertretenden Minister und den nationalen Koordinator. Das ist moderne institutionelle Plünderung“, sagte Hoti laut KosovaPress.
Er bekräftigte außerdem die Position der LDK zur Gesprächsplattform.
„Grundsätzlich gehören wir zu den ersten Parteien, die den Dialog unterstützt haben. Als Oppositionspartei haben wir uns jedoch bereits im Parlament zu Wort gemeldet. Wir haben als politische Partei öffentlich erklärt, dass wir den dem Parlament vorgelegten Entwurf nicht unterstützen. Nun warten wir ab, welches neue Programm die Regierung vorlegt, und werden dann erneut Stellung nehmen“, sagte Hoti.

