Die EU „presst“ die Autohersteller
Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag veröffentlicht, der darauf abzielt, die von Fahrzeugen ausgestoßene Kohlendioxidmenge bis 2030 zu reduzieren.
Ziel dieser Bewegung ist es, den Druck auf die Automobilhersteller noch weiter zu erhöhen, mehr Hybrid- und Elektrofahrzeuge zu entwickeln.
Die Kommission plant außerdem die Einführung eines Subventionssystems, um Unternehmen zur Produktion emissionsarmer oder emissionsfreier Autos zu ermutigen.
Der Plan der EU-Kommission sieht vor, dass Autos und Lieferwagen bis 15 im Vergleich zu 2025 2021 Prozent und bis 30 2030 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen. Der Kommission zufolge ist der Vorschlag ehrgeizig, aber erreichbar, räumt aber auch ein, dass die erforderlichen technischen Änderungen zu höheren Produktionskosten führen werden.
Zwar werden Autos laut EU-Regierung kurzfristig teurer, doch fallen diese Kosten deutlich geringer aus, wenn man die Kraftstoffeinsparungen über die Lebensdauer des Autos berechnet. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht 800 Millionen Euro für die Verbesserung der Ladeinfrastruktur von Elektroautos und weitere 200 Millionen Euro für die Entwicklung von Batterien vor.
Europäische Medien schreiben unterdessen, dass der Vorschlag der EU zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen von Autos viel schärfer gewesen sei, aber nach intensiver Lobbyarbeit des deutschen Autoherstellerverbands etwas abgemildert worden sei. Dieser habe grundsätzlich nichts gegen den Plan einzuwenden, scheine aber die Festlegung von Fristen abzulehnen.

