Kurti in der Kosovo-Versammlung: Unterschätzen Sie Omicron nicht
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Donnerstag, 27. Januar 2022 20:10In der Parlamentsdebatte über den Stand der COVID-19-Pandemie im Land sprach der Premierminister der Republik Kosovo, Albin Kurti, vor dem Parlament und den Bürgern der Republik Kosovo über die aktuelle epidemiologische Situation nach dem Auftreten der Omicron-Variante des Virus und über institutionelle Maßnahmen zu ihrer Eindämmung.
Angesichts dieser extrem ansteckenden Variante sagte der Premierminister, dass der Kosovo im Vergleich zu einigen anderen Ländern einen erheblichen Vorteil habe, da die Institutionen rechtzeitig vorbereitet und reagiert hätten und die Bürgerinnen und Bürger gut mit ihm zusammenarbeiteten. Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas und der Region begann die Welle dieser Variante im Kosovo zu einem Zeitpunkt, als es weniger als zehn Neuinfektionen pro Tag und weniger als fünf Krankenhauseinweisungen mit COVID-10 gab.
In den letzten zwei Wochen habe sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen jedoch mehr als verzehnfacht und auch bei der Zahl der Krankenhauseinweisungen sei ein deutlicher Anstieg zu beobachten, sagte Premierminister Kurti.
Auch wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen zum jetzigen Zeitpunkt relativ gering erscheinen mag und trotz der großen Zahl der mit zwei Dosen Geimpften, die bereits 800 Bürger erreicht hat, muss betont werden, dass uns dies keine Sicherheit für die kommenden Tage und Wochen bietet, machte Premierminister Kurti aufmerksam.
Er sagte, das Hauptziel der aktuellen Maßnahmen sei es, den Anstieg der Neuinfektionen so weit wie möglich zu verlangsamen, da dieser nicht gestoppt werden könne. Die Maßnahmen zielen einerseits darauf ab, das Gesundheitssystem nicht durch einen großen und plötzlichen Zustrom von Patienten oder einen Mangel an infiziertem Gesundheitspersonal zu gefährden, und andererseits durch die Verlangsamung der Ausbreitung den Bürgern Zeit zu geben, sich möglichst massenhaft impfen zu lassen.
Zur Entscheidungsfindung über die beschlossenen Maßnahmen erklärte Premierminister Kurti, diese seien das Ergebnis eines sorgfältigen interinstitutionellen Prozesses und spiegelten ein Gleichgewicht zwischen verschiedenen Werten und Prinzipien wider. Sie seien nicht extrem, sondern grundsätzlich moderat. Unter Berufung auf Forscher der Universität Oxford erklärte der Premierminister, die Maßnahmen seien in vielen europäischen Ländern strenger als im Kosovo. Die Gesundheitsbehörden beobachten die epidemiologische Lage im Land und darüber hinaus kontinuierlich, um dieses Gleichgewicht in den kommenden Tagen und Wochen aufrechtzuerhalten und die Maßnahmen bei Bedarf zu aktualisieren. Daher werden unsere politischen und staatlichen Entscheidungen stets Substanz haben und wissenschaftlichen Bewertungen vorausgehen, fügte er hinzu.
„Unterschätzen Sie Omicron nicht“, lautete die Botschaft von Premierminister Kurti am Ende seiner Rede, da diese Variante selbst in den am weitesten entwickelten Ländern der Welt schwerwiegende Folgen hatte und weiterhin hat.









