Minister Gërvalla trifft sich mit seinem griechischen Amtskollegen, sie besprechen die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo
Die Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten und Diaspora der Republik Kosovo, Donika Gërvalla, traf sich heute in Athen mit dem griechischen Außenminister, Nikos Dendias.
Beim zweiten Treffen der Amtskollegen innerhalb weniger Monate nach dem Treffen in Pristina hatten sie Gelegenheit, konkrete Formen der bilateralen Zusammenarbeit zu besprechen.
Ministerin Gërvalla dankte ihr für den Empfang und brachte die Bereitschaft der Regierung der Republik Kosovo zum Ausdruck, die bilateralen Beziehungen mit der Hellenischen Republik auszubauen, die ihrer Ansicht nach ein wichtiges Land in der Region Südosteuropa und auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und Stabilität der Region sei.
Die Chefdiplomaten betonten zudem die Bedeutung einer weiteren Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen und erörterten insbesondere die Zusammenarbeit im Energiebereich.
Minister Gërvalla betonte, dass sich das Kosovo in der Phase der Prüfung der besten Optionen hinsichtlich der Energiestrategie befinde.
„Unsere Energiezukunft umfasst sowohl traditionelle als auch erneuerbare Energien. Wir sind mit unseren Freunden in Kontakt, um die Optionen für den herausfordernden Übergang in diesem Bereich zu besprechen. „Wir werden für die Einzelheiten und unsere diesbezüglichen Entscheidungen weiterhin in engem Kontakt mit Griechenland stehen“, betonte sie.
Minister Gërvalla stellte der griechischen Seite das Angebot des Kosovo hinsichtlich günstiger Geschäftsmöglichkeiten vor. Ein wettbewerbsfähiges Umfeld mit niedrigen Steuern und geringer Bürokratie sowie ein großes Potenzial an Fachkräften seien gute Gründe dafür, dass der Kosovo für ausländische Investoren interessant sei, die dort verschiedene Möglichkeiten für Direktinvestitionen erschließen könnten, so Chefdiplomat Gërvalla.
Minister Gërvalla betonte außerdem, dass die Anerkennung und Achtung der Unabhängigkeit des Kosovo durch alle Mitglieder der Europäischen Union, einschließlich Griechenland, ein mutiger Schritt für die Stabilität in der Region und darüber hinaus wäre, der die Eröffnung einer neuen Dynamik bei der langfristigen Lösung ermöglichen würde Probleme auf dem Balkan.
Nicht nur für unsere Länder, sondern vor allem für unsere Kinder und Enkelkinder wäre dies ein Versprechen für Stabilität und dauerhaften Frieden in Europa. Ein solcher Schritt wäre historisch und wir denken, dass er getan werden sollte.
„Es ist vollbracht“, fügte Gërvalla hinzu.
Bei dem Treffen wurden auch außenpolitische, europäische und regionale Fragen erörtert.
Die Gesprächspartner betonten auch die Notwendigkeit, die Form der
Zusammenarbeit in anderen Bereichen wie Kultur, Wissenschaft, Bildung und Gesundheit.

