Außerordentliche Sitzung zur Strompreiserhöhung morgen
Die Abgeordneten des Kosovo werden am Montag in einer außerordentlichen Sitzung über Warnungen vor steigenden Strompreisen debattieren.
Die parlamentarische Debatte findet statt, nachdem das Energieregulierungsamt (ERO) angekündigt hatte, dass es auf Antrag des Verteilungsnetzbetreibers KEDS und des Universalstromversorgers KESCO die Stromtarife überprüfen werde.
Die ERO hat letzte Woche Vorschläge für die Strompreise vorgelegt. Sie hat die Verbraucher in fünf Kategorien eingeteilt: A, B, C, D, E.
Wenn Sie in Kategorie A fallen und im Monat 300 Kilowattstunden Strom verbrauchen, beträgt Ihre Stromrechnung aktuell 18.87 Euro. Die ERO hat vorgeschlagen, diese Rechnung auf 20.40 Euro zu erhöhen. Mit einer staatlichen Subvention bleibt Ihre Rechnung jedoch unverändert – 18.87 Euro.
Wenn Sie in Kategorie B sind oder 450 Kilowatt pro Monat verbrauchen, beträgt Ihre Stromrechnung aktuell 27.37 Euro. Die ERO hat vorgeschlagen, diese Rechnung auf 29.66 Euro zu erhöhen. Dank einer staatlichen Subvention bleibt sie jedoch unverändert – 27.37 Euro.
Wenn Sie in Kategorie C fallen und 600 Kilowatt pro Monat verbrauchen, beträgt Ihre Stromrechnung aktuell 35.86 Euro. Die ERO hat vorgeschlagen, diese Rechnung auf 38.92 Euro zu erhöhen. Mit der Subvention bleibt sie jedoch unverändert – 35.86 Euro.
Gehören Sie zur Kategorie D und verbrauchen im Monat 800 Kilowatt, dann beträgt der aktuelle Rechnungspreis 47.19 Euro. ERO hat vorgeschlagen, diese Rechnung auf 74.17 Euro zu erhöhen. mit Zuschuss sind es jedoch 59.50 Euro.
Bei Kategorie E, d. h. wenn Sie im Laufe des Monats 1000 Kilowatt verbrauchen, beträgt der aktuelle Preis Ihrer Rechnung 58.52 Euro. ERO hat vorgeschlagen, diese Rechnung auf 109.42 Euro zu erhöhen. mit Zuschuss sind es aber 83.14 Euro.
Laut ERO betrifft die Erhöhung nur zwei Kategorien von Haushalten (D) und (E), nämlich Bürger, die jeweils über 800 und über 1000 Kilowatt verbrauchen.
Der Vorschlag der ERO wird derzeit öffentlich konsultiert. Wenn der Vorschlag in seiner jetzigen Form angenommen wird, wird die Rechnung im Februar den Verbrauchern eine Erhöhung bescheren.
Die Oppositionsparteien haben in der Sitzung der Versammlung am vergangenen Donnerstag Bedenken hinsichtlich des Anstiegs der Strompreise geäußert.
AAK legte einen Resolutionsentwurf vor, der forderte, dass es keine Preiserhöhungen geben dürfe. Dieser wurde jedoch nicht angenommen, da er nicht die Unterstützung von Vetëvendosje fand, der Partei mit der größten Zahl an Abgeordneten in der Versammlung.

