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10:23 / Freitag, 08. Juni 2018 / indeksADMonline

Russen zur WM: Wir werden Männer, die sich küssen, der Polizei melden

Das prestigeträchtigste Ereignis der Fußballwelt, die Fußballweltmeisterschaft, wird im notorisch homophoben Russland stattfinden.

Obwohl das Land behauptet, LGBT+-Mitglieder sollten sich bei der Anreise und Teilnahme an der Veranstaltung wohlfühlen, deuten mehrere Berichte darauf hin, dass dies nicht der Fall sei. Der jüngste Bericht stammt von einer Gruppe freiwilliger Sicherheitskräfte von Kozak, die erklärten, sie würden die Polizei verständigen, wenn sie zwei Männer beim Küssen beobachten.

Um die Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten, werden Freiwillige eingesetzt, doch der Hauptkoordinator Oleg Barannikov deutete in einem Radiointerview an, dass sie andere Prioritäten hätten.

Er sagte: „Wenn sich zwei Männer während der Meisterschaft küssen, rufen wir die Polizei. Was dann mit ihnen passiert, ist Sache der Polizei. Für uns bedeuten Werte, dass der orthodoxe Glaube und die Familie an erster Stelle stehen.“

Trotz der wachsenden Kontroverse haben russische LGBT-Aktivisten erklärt, dass sie keine Pläne hätten, gegen die Weltmeisterschaft zu protestieren.

In einem Anfang dieser Woche veröffentlichten Buzzfeed-Bericht behauptete die Aktivistin Polina Adrianowa, Proteste in Russland seien „nicht besonders effektiv“ und würden „schnell und rigoros neutralisiert“. Der Artikel weist auch darauf hin, dass in den letzten Monaten eine zunehmende Bürokratie eingeführt wurde, die es NGOs und Aktivisten erschwert, gegen die Veranstaltung zu protestieren. /IndeksOnline/