Strohmeyer sagt, dass die Provisorische Regierung des Kosovo für Internationale keine rechtliche Existenz gehabt habe
Der ehemalige UNMIK-Berater Hansjeorg Strohmeyer sagte am dritten Tag der Zeugenaussagen im Prozess gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selim und Jakup Krasniqi, dass die provisorische Regierung des Kosovo im Jahr 1999 für internationale Beobachter aus rechtlicher Sicht nicht existiert habe.
Strohmeyer bestätigte dies, als er Fragen des Richtergremiums, vertreten durch Richter Guénaël Mettraux, beantwortete, berichtet „Oath for Justice“.
Der Zeuge betonte außerdem, dass die Erlasse und Entscheidungen dieser Regierung überhaupt nicht berücksichtigt worden seien. Daher seien sie seiner Ansicht nach aus rechtlicher Sicht wertlos. Er behauptete sogar, dies gelte auch für die Ernennungen dieser Regierung.
Strohmeyer sagte, es sei richtig, dass sie sich nicht an Thaçi und Agim Çeku gewandt hätten, weil diese in der Übergangsregierung des Kosovo eine Position innehatten.
In der Sitzung am Mittwoch sind alle Angeklagten im Gerichtssaal anwesend.
Ansonsten reichte die Sonderstaatsanwaltschaft am 30. September 2022 die bestätigte geänderte Anklageschrift gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Jakup Krasniqi und Rexhep Selimi ein, die aus zehn Anklagepunkten besteht, wobei letzteren Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen sie vorgeworfen werden Menschheit.
Am 29. April 2022 reichte die Sonderstaatsanwaltschaft eine geänderte Anklageschrift gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selim und Jakup Krasniqi ein, in der sie den vier Angeklagten vorwirft, auch in Gjilan, Budakovë und Semetište Kriegsverbrechen begangen zu haben.
Am 9. November 2020 plädierten Jakup Krasniqi und Hashim Thaçi bei ihrem ersten Auftritt vor Gericht auf nicht schuldig. Auch Veseli plädierte bei seinem Auftritt am 10. November auf nicht schuldig, ebenso wie Rexhep Selimi am 11. November.
Die Anklage gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selim und Jakup Krasniqi wurde am 26. Oktober 2020 bestätigt.

