Schulbücher in Mazedonien, skandalös: Versklavte Illyrer, rückständige Albaner …
Die illyrischen Stämme, die Enkelejden und die Dasarets, gelten in Mazedonien für die Schüler der ersten Oberstufe weiterhin als Mazedonier. Absichtliche Fehler oder Zufälle geben hier Anlass zu Zweifeln. Neben den historiografischen Fehlern, die Lehrer in Geschichts- und Geografiebüchern finden, sind Fehler in den Lehrbüchern zur Staatsbürgerkunde unvermeidlich, wo Albaner als rückständig und unkultiviert bezeichnet werden.
Im Musikkurs lernen albanische Studierende neben mazedonischen Übersetzungen von Liedern ausländischer Komponisten auch deren Motive, die von Titos jugoslawischem Kommunismus handeln, dessen Haupthelden die Partisanen sind. Geschichtsprofessor Naser Miftari erklärt den Studierenden, dass Stämme wie die Enkelejden und Dasarets keine mazedonischen, sondern illyrische Stämme seien. Laut Ferati seien sachliche Fehler im Geographiefach nicht weniger häufig.
Er fügt hinzu, dass sich die Albaner Mazedoniens als mazedonischer Abstammung herausstellten, dass jedoch mit der Ankunft und Herrschaft des Osmanischen Reiches einige Mazedonier den islamischen Glauben annahmen und so allmählich albanisiert wurden.
„Wir fordern ihre Rücknahme und die Veröffentlichung neuer Lehrbücher. Es sollte ein Expertengremium eingerichtet werden, das nicht nur die Texte optisch, sondern auch inhaltlich und didaktisch überarbeitet. Die größten Fehler betreffen den didaktischen Ansatz, da der zu bearbeitende Text die Kriterien nicht erfüllt. Ein weiterer Fehler sind ungenaue Informationen, die bei den Studierenden und anderen Personen Zweifel hervorrufen“, sagte Professor Naser Ferati.
Der Präsident der albanischen Lehrerliga, Nuhi Dardhishta, fordert neue Strategien und Programme sowie neue Bücher. Die Lehrmaterialien, die die Schüler lernen, seien veraltet. „Wir fordern eine neue Strategie, neue Programme, neue Lehrbücher, neue Bücher, denn diese sind veraltet und enthalten viele Fehler.“
„Wir fordern, dass das Bildungsministerium im Primar- und Sekundarschulbereich die Zivilgesellschaft konsultiert, denn wir sind diejenigen, die Veränderungen bewirken, nicht dieselben Leute aus dem Ministerium und den Ausschüssen, die sich nicht ändern. Ich plädiere dafür, dass der Ausschuss ab Februar und März gebildet wird, damit diese Programme zusammengestellt werden können und die erste Phase ab Februar mit einer neuen Strategie beginnen kann“, sagte Dardhishta.

