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10:41 / Dienstag, 28. Januar 2025 / SZ

Naser Krasniqis Aussage geht weiter, er erzählt von den Summen, die die Exilanten für die UCK und den Krieg zahlen mussten

Vor den Kosovo Specialist Chambers (KSCC) in Den Haag sagt der 118. Zeuge, Naser Krasniqi mit dem Aktenzeichen W04743, am Dienstag im Prozess gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selim und Jakup Krasniqi weiter aus.

Laut Aussage des vorsitzenden Richters Charles Smith III wird der Zeuge von einem Sorgerechtsanwalt vertreten, der sich außerhalb des Gerichtssaals aufhält, um für den Fall zur Verfügung zu stehen, dass Krasniqi Rat benötigt.

Dem Zeugen Krasniqi wurde ein Dokument vorgelegt, das er selbst letzte Woche der Staatsanwaltschaft übergeben hatte.

„Dieses Dokument wurde während des Krieges erstellt, nämlich im Januar 1999. Ich wusste eine Zeit lang nicht, wo ich es hatte, und habe es durch Zufall zusammen mit einigen meiner persönlichen Dokumente gefunden“, sagte der Zeuge und fügte hinzu, dass das Dokument seinen Vor- und Nachnamen trage, da er es selbst erstellt habe.

Der Anklage zufolge gab es eine Beschwerde darüber, dass zwei Polizisten die ihnen von der Finanzdirektion des UCK-Generalstabs erteilten Pflichten nicht erfüllt hätten, die die Pflichten für Bürger des Kosovo, nämlich für im Ausland lebende Bürger, festlegen.

„Wie aus dem ersten Absatz des Briefes hervorgeht, ging es um die Einziehung von Einnahmen für den UCK-Krieg für die Auswanderer, die diesen in der Außenwelt nicht finanziert hatten, also ihre Verpflichtungen dort nicht beglichen hatten, und wir waren es.“ mit der Aufgabe betraut, diese Verpflichtungen vor Ort, also im Kosovo, zu überprüfen und zu begleichen. „Ich spreche jedes Mal vom Territorium der 121. Brigade, nämlich vom Militärpolizeizug der 121. Brigade“, sagte der Zeuge.

Krasniqi fügte hinzu, dass die Höhe der Beiträge von den einzelnen Bundesländern abhängt und alle in der Entscheidung festgelegt seien und zwischen 1 und 2 Mark bzw. Schweizer Franken schwanken.

„Nach den gestellten Aufgaben müssten den Auswanderern, wenn sie diesen Verpflichtungen nicht nachgekommen wären und sie in diesem Fall im Kosovo nicht abgegeben hätten, ihre Pässe eingezogen werden, bis sie die Verpflichtungen beglichen hätten“, sagte Krasniqi.

Er fügte hinzu, dass die Entscheidung von der Brigade bzw. vom Kommandeur der Brigade 121 getroffen worden sei. Er sagte, sie hätten Informationen, dass die Demokratische Liga des Kosovo (LDK) ein Hindernis für die Aufnahme von Einwanderern darstelle.

„So hatten wir damals die Informationen“, sagte der Zeuge Naser Krasniqi.

Zu Beginn der Anhörung erklärte Richter Smith III, dass die SPO am 23. mitgeteilt habe, dass sie in einem bestimmten Materialpaket Übersetzungen bestimmter Materialien ins Englische herausgegeben habe, die zugelassen und mit einer Beweisnummer versehen worden seien. Er fügte hinzu, dass einem Antrag der SPO, ein übersetztes Dokument durch ein überarbeitetes zu ersetzen, stattgegeben worden sei.

Darüber hinaus gab der Richter bekannt, dass die SPS am 24. Januar 2025 einen Antrag gemäß Regel 154 sowie einen Antrag auf Beweisaufnahme per Videolink W00543 eingereicht habe. Dagegen hatte der Opferverteidiger keine Einwände.

Auch nicht der Verteidiger von Kadri Veseli, Rodney Dixon, der sagte, dass er weder gegen den Antrag gemäß Regel 154 noch über den Videolink Einwände habe. Er sagte jedoch, dass die Kriterien nicht erfüllt seien, obwohl er dem Antrag aus Gründen des Verfahrens und der Bedeutung des Zeugen nicht widerspreche.

Er forderte, dass die Verteidigung informiert werden sollte, wenn es noch weitere Zeugen gäbe. Auch die anderen Verteidigungsteams stimmten dem Redner zu.

Ansonsten waren alle Angeklagten im Gerichtssaal anwesend.

Ansonsten reichte die Sonderstaatsanwaltschaft am 30. September 2022 die bestätigte geänderte Anklageschrift gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Jakup Krasniqi und Rexhep Selimi ein, die aus zehn Anklagepunkten besteht, wobei letzteren Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen sie vorgeworfen werden Menschheit. 

Am 29. April 2022 reichte die Sonderstaatsanwaltschaft eine geänderte Anklageschrift gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selim und Jakup Krasniqi ein, in der behauptet wird, dass die vier Angeklagten auch in Gjilan, Budakovo und Semetishte Kriegsverbrechen begangen hätten.

Am 9. November 2020 bekannten sich Jakup Krasniqi und Hashim Thaçi bei ihren ersten Auftritten zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen auf nicht schuldig. Das Gleiche äußerte Veseli in seinem Auftritt am 10. November, ebenso wie Rexhep Selimi am 11. November.

Die Anklage gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selimi und Jakup Krasniqi wurde am 26. Oktober 2020 bestätigt. /BetimipreDrejteşi